Mila war ein kleines Mädchen mit einer warmen roten Mütze. Jeden Morgen schaute sie aus dem Fenster, um zu sehen, was im Garten geschah. Doch heute war etwas anders. Unter dem Apfelbaum lag ein kleiner brauner Hund und schlief tief und fest.
Mila öffnete die Tür ganz leise. „Hallo?“, flüsterte sie.
Der kleine Hund öffnete langsam ein Auge. Dann das andere. Er gähnte so weit, dass Mila kichern musste.
„Bist du müde?“, fragte Mila.
Der Hund setzte sich hin und wedelte langsam mit dem Schwanz. Wuff. Ganz leise. Wie ein flüsterndes Wuff.
Mila setzte sich zu ihm ins Gras. Der Hund lehnte sich an sie und schloss wieder die Augen. Mila streichelte seinen weichen Rücken.
„Willst du ein bisschen schlafen?“, fragte Mila.
Der Hund machte ein leises Wuff und legte sich auf Milas Schoß. Mila blieb ganz still, damit er sich sicher fühlte. Der Wind rauschte leise in den Blättern, und der Hund schnarchte ein winziges Schnarch-Schnarch.
Nach einer Weile stand der kleine Hund auf und schüttelte sich. Er sah Mila an, wedelte fröhlich und tippte mit der Nase an ihre Hand. Dann rannte er ein paar Schritte und drehte sich um, als wollte er sagen: „Komm, lass uns spielen.“
Mila lachte und lief hinterher. Zusammen jagten sie Sonnenflecken über den Gartenboden.
Es war ein ruhiger, schöner Morgen – mit einem neuen Freund.